Drift-Training am Sachsenring 16.12.2004

Die mag::competition - Gewinner auf den Spuren der Rallyeprofis


Am 16.12.2004 war es endlich soweit: Die acht Gewinner der diesjährigen mag::competition des Rallye-Magazins durften am Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring das Driften oder besser das Beherrschen des "Instabilen Kurvenfahrens" erlernen. Als "Lehrmeister" betätigte sich Peter Corazza, selbst aktiver Rallyefahrer und bester Privatfahrer in der DRM 2002. Als Untersatz standen den Drift-Neulingen vier 320er BMW zur Verfügung, die sich Dank Heckantrieb und kompletter Sicherheitsausstattung bestens für die Kurvenhatz geeignet zeigten. Die Fortschritte der Hobbydrifter wurden von einem eigens angereisten Fotografen dokumentiert. So konnte sich jeder sicher sein, dass dieses Erlebnis, anhand von Bildern, auch noch in den nächsten Jahren in guter Erinnerung bleiben. Diese Bilder gibt es exklusiv bei Rallye-Magazin.de in der Galerie zu sehen.
Um 9 Uhr fanden sich alle Teilnehmer, und natürlich der Instruktor, in der hauseigenen Cafeteria ein und schlürften noch einen letzten Kaffee. Als dann auch Michael Heimrich, Chef des Rallye-Magazins, zur versammelten Truppe stieß, konnte es losgehen. Gemeinsam fuhren alle Anwesenden in die Boxengasse des Sachsenrings, um Ihre Privat-PKW´s gegen die schon erwähnten 320er BMW´s einzutauschen. Nach einer kurzen Einleitung und ein wenig Hilfe mit den Hosenträgergurten führten dann zwei Einführungsrunden auf dem Sachsenring direkt zur noch teilweise vereisten und ständig bewässerten Kreisbahn.
Nach wenigen Runden auf dem sehr glatten Untergrund verstand bald jeder, warum richtiges Driften eigentlich gar nicht so leicht ist. Den Drift einzuleiten schaffte jeder sehr schnell, allerdings diesen auch über ein längeres Wegstück zu halten und zu stabilisieren (Zitat Corazza: "...ihr müsst mit dem Gas telefonieren..."), war dann für die Meisten doch nicht so einfach. Somit waren Dreher und Vorderachsendrifts zu Beginn (und auch später... - Anmerkung der Begleitperson) an der Tagesordnung. Um die Reaktions- und Gegenlenkfähigkeit weiter zu verbessern, ging es dann weiter zur Hydraulikplatte.
Nach einem leichten Bergabstück und bei ca. 40km/h wurde den Fahrzeugen die Hinterachse mit einer beschleunigten Asphaltplatte weggezogen. Wer nicht relativ schnell seinen Gegenlenkversuch startete, wurde mit einer Pirouette und einer Wasserfontainen-Durchfahrt bestraft (sehr ungünstig bei offenen Fenstern ;-) ). Die mitgereisten Zuschauer hatten jedenfalls viel zu lachen und auch die Fahrer ihren Spass. Als nächstes fuhren dann alle zur nassen Dynamik-Fläche.
Hier sollte mit Hilfe eines Lastwechsels (Gas wegnehmen unter Volllast) ein Übersteuern des Hecks provoziert werden und der dann hoffentlich enstehende Drift durch Gegenlenken und Gasdosierung gehalten werden (sollte...!). Als Grundlage diente allen ein mit Kegeln aufgebauter "Elchtest" - Parcour. Zwar wurde wieder mehr "gekreiselt" als gedriftet, aber Instruktor Peter Corazza war am Ende mit den Leistungen dann doch zufrieden. Nach den letzten Driftversuchen fuhren alle zusammen zur wohlverdienten Mittagspause in die Cafeteria. Für wenig Geld gab es hier einen leckeren und für alle ausreichenden Mittagstisch.
Nach der Pause durfte das bisher Erlernte auf dem eigens dafür angelegten und 500m langen Drift-Handlingkurs ausgetestet werden. Der komplette Rundkurs bestand wieder aus Gleitbelag und wurde, wie erwartet, ständig bewässert. Dies ist natürlich auch nötig, um bei den relativ niedrigen Geschwindigkeiten einen Drift zu ermöglichen. Jeder Teilnehmer hatte genug Zeit sich mit "seinem" Auto weiter vertraut zu machen und mit möglichst schönen Drifts um die Kurven zu zirkeln (Zitat Corazza: "...immer schön geschmeidig bleiben..." ;-) ). Als dann der Geschäftsführer des Sachsenrings Ruben Zeltner mit seinem roten Porsche GT3 auftauchte und einige blizsaubere Drifts auf die Omega-Kurve "brannte", fiel auch dem letzten Zuschauer und Hobbydrifter die Kinnlade herrunter.
Nach dem Essen war es dann endlich soweit. Jeder Teilnehmer durfte bis zum späten Nachmittag mehrere Durchgänge durch die Omega- und Coca-Cola-Kurve driften. Immer dabei natürlich Instruktor Peter Corazza, der ständig per Funk die vorgeführten Drifts beurteilte (keine Tellerwäscherlenkung!!! - Anm. der Begleitperson) und gute Ratschläge gab. Zwischendurch nahm der Instruktor auch mal selber das Steuer in die Hand um den Teilnehmern zu zeigen, dass es nicht am Auto liegt, wenn der Drift mal nicht gelingt. Als dann der erste wirklich gute Drift durch die Omegakurve zirkelte, standen die mitgereisten Zuschauer Kopf. Davon angespornt gab es bis zum Ende des Tages noch einige schöne Drifteinlagen zu beobachten. Kurz vor Sonnenuntergang fuhren dann die begeisterten Fahrer und Zuschauer in die Boxengasse zurück, um wieder in den Altag zurückzukehren (leider...).
Der Tag klang aus, wo er am Morgen begann. In der Cafeteria saßen nochmal alle zusammen, um den Tag revuepassieren zu lassen. Mit einem Erinnerungsfoto und der obligatorischen Urkunde zum bestandenen Drift-Training verabschiedete sich dann Instruktor Peter Corazza von den begeisterten (und erschöpften...) Teilnehmern.
Am Schluss gilt nochmal der Dank an das Verkehrssicherheitszentrum des Sachsenrings und an das Rallye-Magazin für das Gewinnspiel, den tollen Preis und den unvergesslichen Tag. Vielleicht sieht man sich im nächsten Jahr wieder.

Um die Videos abspielen zu können benötigt man den 3ivx-Codec. Als Abspielprogramm eignet sich der BS-Player sehr gut.

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